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- 25.2.2012: Oh nein! Das Schmallenberg-Virus breitet sich aus
- 25.2.2012: Aktuelles Interview: Besucher-Hunde und Deichschafe verstehen sich nicht
- 11.2.2012: Die letzte schwere Sturmflut: 17. Februar 1962 - Vor fünfzig Jahren
- 5.2.2012: Der Schmallenbergvirus in unserer Region
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Archiv der Kategorie Schafe
Das Schmallenberg-Virus ist jetzt meldepflichtig
22.4.2012 von Deichgräfin.
Es gibt einige Neuigkeiten über das Schmallenberg-Virus, mit dem wir Schafe uns, aber auch Kühe und Ziegen sich infizieren können
Der Erreger wird durch Mücken - genauer durch Gnitzen der Gattung Culicoides - übertragen, dieses hat das Institut für Tropenmedizin in Antwerpen glücklicherweise inzwischen heraus gefunden. Die Gnitzen übertragen ebenso die Blauzungenkrankheit bei Rindern. Als Deichschaf möchte ich meine Artgenossen vor diesen “Monster-Stechmücken” warnen: Lauft weg, versteckt euch oder tretet diese Viecher tot.
Seit Frühjahr kommt es zu zahlreichen Neuinfektionen mit dem Schmallenberg-Virus. Typisch für diese Erkrankung sind Missbildungen bei neu geborenen Lämmern, die sich während der Trächtigkeitsphase entwickeln. Ein Impfstoff gegen diese neue Tierseuche muss erst entwickelt werden. Bis zu einem fertigen Impfstoff kann es noch zwei Jahre dauern, außerdem spricht sich die Mehrheit der Schaf-, Ziegen- und Kuhhalter gegen eine Impfpflicht aus.
Meldepflicht für das Schmallenberg-Virus eingeführt
Der Bundesrat hat Anfang April einer Meldepflicht für das Schmallenberg-Virus zugestimmt. Damit soll eine einfachere Kontrolle und Überwachung der Tierseuche ermöglicht werden, indem rechtzeitig entsprechende Maßnahmen angeordnet werden, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.
“Nach Inkrafttreten der Regelung, voraussichtlich in der ersten Hälfte des Monats April, muss jeder Verdachtsfall und jeder bestätigte Verdacht der Wiederkäuer-Krankheit in der zentralen Datenbank des Tierseuchennachrichtensystems erfasst werden.” (Agrarheute.com, 02.04.12)
Bis Ende März waren bereits über 1.000 Betriebe betroffen - vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Die Meldungen über Infektionen erfolgten bisher auf freiwilliger Basis.
Da mich diese neue Tierseuche schnell selbst treffen kann, möchte ich alle meine Besucher darüber informieren.
Eure Küstenwache - die Deichgräfin
Weitere aktuelle Warnung (Pferde-Herpesvirus)
Im Landkreis Harburg steht ein Pferdebetrieb unter Quarantäne, da dort der Verdacht auf das Pferde-Herpesvirus bestätigt wurde. Weitere Untersuchungen des Veterinäramtes laufen. Diese Tierseuche ist aber nicht anzeige- oder meldepflichtig. Jedoch sollten Pferdehalter darüber informiert sein und sich im Fall des Falles an empfohlene Vorsichtsmaßnahmen halten, um das Pferde-Herpesvirus nicht weiter zu verbreiten. (Weitere Informationen: Im Neuen Buxtehuder Wochenblatt, 21.04.12 oder beim Pferdesportverband Hannover www.psvhan.de - Aktuelles)
Eure Deichgräfin
Geschrieben in Schmallenberg-Virus, Schafe, Deichgräfin | Drucken | Keine Kommentare »
Oh nein! Das Schmallenberg-Virus breitet sich aus
25.2.2012 von Deichgräfin.
Hoffentlich kann dieses Virus kontrolliert werden. Als Deichschaf fürchte ich mich davor, mich selbst anzustecken. Vor allem unsere Lämmer sind gefährdet.
Quelle: Top Agrar, Nr. 3/2012
Das sind keine guten Nachrichten. Ich bitte alle Schafhalter ihr Möglichstes zu tun, um eine Ausbreitung im Bestand zu verhindern. Bald ist Ostern und viele Osterlämmer gehören einfach dazu. Eine schlimme Krankheit. Wie kommt die aus Afrika hier zu uns nach Norddeutschland?
Die Deichgräfin
Geschrieben in Schmallenberg-Virus, Schafe, Deichgräfin | Drucken | Keine Kommentare »
Aktuelles Interview: Besucher-Hunde und Deichschafe verstehen sich nicht
25.2.2012 von Deichgräfin.
Der Oberdeichgraf und der ehemalige Chef des Wasserwirtschaftsamtes in Stade sprachen in einem Interview über meine wichtige Arbeit
“[…] Wichtig ist aus Sicht der Deichsicherheit, dass die verwurzelte Grasnarbe die Kleieschicht hält. Die Grasnarbe ist integraler Bestandteil des Deichs. Es reicht nicht, wenn der Deich nur grün ist. Deshalb sind uns auch unsere Schafe so lieb und teuer, weil die wie kein anderer die Grasnarbe pflegen. Allein schon durch die Tritte der Schafe gibt es eine Verdichtung der Kleieschicht. Wichtig ist auch eine permanente Maulwurfsbekämpfung. Der Maulwurf ist unser größter Feind, auch wenn er unter Naturschutz steht. […]
TAGEBLATT: Wie ausgeprägt ist das Bewusstsein für die Deichsicherheit heute in der Bevölkerung? Armonat: Wenn zum Beispiel zu viele Menschen den Deich hoch und runter laufen, ist die Grasnarbe stark beansprucht. Es ist gar nicht einfach, den Menschen heute zu erklären, dass der Deich ein komplexes technisches Bauwerk und nicht dazu da ist, darauf Schlitten zu fahren. Die 1962er Sturmflut hatte auch deshalb so katastrophale Folgen, weil das Bewusstsein für die Deichsicherheit verkümmert war. Die letzte Flut war mit 1825 zu lange her. Und leider gehen wir jetzt wieder in diese Richtung. Bevor ein Deich ein Radfernweg wird, müssen erst einmal die Belange der Deichsicherheit geprüft werden. Der Deich ist auch kein geeigneter Platz für einen Flohmarkt oder ähnliche Aktionen. Das mangelnde Bewusstsein für den Deich lässt sich auch an der ewigen Auseinandersetzung zwischen Fußgängern, Hundehaltern und Schäfern festmachen. Die Schafe sind unsere Mitarbeiter. Die sollen und müssen auf den Deich. Das gilt für Fußgänger und Hunde nicht. Wir wollen die Menschen nicht vom Deich vertreiben, aber die Menschen müssen sich an die Regeln halten. Wir haben riesige Probleme mit den Hunden. Schafe und Hunde vertragen sich überhaupt nicht. […]”
Quelle: Stader Tageblatt, Interview: Gunter Armonat und Gerhard Grosskopf, 21.02.2012
Das gesamte Interview findest Du hier: www.tageblatt.de
Ich wünsche allen Besuchern ein erholsames Wochenende.
Bitte haltet Euch an die Regeln, um die Deiche und uns Schafe zu schützen.
Mit ermahnenden Grüßen
Die Deichgräfin
Geschrieben in Klimawandel, Hochwasserschutz, Schafe, Sturmflut 1962, Oste, Kehdingen, deutsche Küste, Elbe | Drucken | Keine Kommentare »
Die letzte schwere Sturmflut: 17. Februar 1962 - Vor fünfzig Jahren
11.2.2012 von Deichgräfin.
Die regionalen Zeitungen berichten zurzeit über die damalige Zeit. Am 17. Februar erscheint eine Sonderausgabe im Stader Tageblatt sowie in der Nordsee-Zeitung.
Artikel helmut barwig - alter deichgraf
Quelle: Marktplatz, 4. Februar 2012
Siehe auch Tageblatt-TV-Wochenschau vom 7. Februar 2012
www.tageblatt.de/Wochenschautv/Februar2012
Der alte Deichgraf erhielt nach dem Artikel viele Meinungen mit Pro- und Kontraargumenten, die in den Zeitungen veröffentlicht wurden. Nicht jeder scheint der Aussage “Die Deiche sind sicher” zustimmen zu wollen.
Die Bürger können ihre Meinung zum Thema “Klimawandel und Hochwasserschutz” bis zum 11. März äußern.
Quelle: Buxtehuder Wochenblatt, 11.02.2012
Hier der direkte Link zur Online-Bürgerbefragung zum Anklicken
www.nlwkn.niedersachsen.de
Auf der Website des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) findest Du außerdem viele weitere Informationen rund um das Thema!
Für die Beurteilung können selbstverständlich verschiedene Aspekte heran gezogen werden. Interessant in diesem Zusammenhang ist das Projekt “VibrioNet” VibrioNet.de
Ziel des Projektes ist es, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten durch Vibrio-Arten an der deutschen Küste zu kontrollieren und zu verhindern. Normalerweise leben diese Erreger in wärmeren Gewässern (Süß- und Meerwasser).
Mit stürmischen Grüßen,
Die Deichgräfin
Als Deichschaf halte ich die Stellung auf dem verschneiten Deich.
Geschrieben in Schafe, Hochwasserschutz, Klimawandel, Sturmflut 1962, Deichgräfin | Drucken | Keine Kommentare »
